02.02.2019 18.00 Uhr Kiel – Keine Bühne Für Nationalist*innen! Offenes Treffen

Am 02.02.2019 wollen wir einen Neustart der Kampagne “Keine Bühne Für Nationalist*innen” wagen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich einzubringen.

Ort: Pumpe Kiel, Galerie (Haßstr. 22, 24103 Kiel)
Zeit: Ab kurz nach 18.00 Einlass, ca. 18.15 Beginn.

Keine Bühne Für Nationalist*innen ist ein überregionales Bündnis, welches über rechtsoffene Tendenzen in Subkultur und Musikszene aufklären möchte.

Zuletzt wurde im Rahmen von Frei.Wild-Auftritten in Kiel und auf dem Baltic Open Air über Hintergründe zu der Band und weiteren rechtsoffenen Strukturen aufgeklärt. Daran schließen wir angesichts der kürzlichen Ankündigungen mehrerer Rechtsrock- und Grauzonebands in Schleswig-Holstein in den kommenden Monaten, sowie der bundesweit steigenden Anzahl an Rechtsrockkonzerten an.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die extrem rechte Parteien, den „Freien Kameradschaften“ oder sonstigen extrem rechten Vereinigungen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind. Das gilt auch für Menschen, die öffentlich Merchandise von Frei.Wild oder den Onkelz zur Schau stellen oder im Umfeld dieser “Szene” auffällig geworden sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Beachtet bitte auch die Einlasskriterien der Location:
https://www.diepumpe.de/einlasskriterien/

https://www.facebook.com/events/358364074984192/

21-23. Juni 2019 Ostritz – Erneut Rechtsrock/Blood&Honour-Festival geplant

Am 21/22 Juni 2019 ist das Abschiedskonzert von der Bremer Hooligan-Neonazi-Band Kategorie C in Ostritz, Sachsen angekündigt.

Im Hotel Neißeblick sollen im Rahmen der diesjährigen Neuauflage vom “Schild und Schwert Festival” als einschlägig bekannte Rechtsrock-Bands “Frontalkraft”, “Die Lunikoff-Verschwörung”, “LTW”, “Screwdriver +Sons of Odin”, Brutal Attack” und “Radikahl” auftreten. “Griffin”, “Ken McLellan”, “Frontfeuer” und “Hausmannskost” stehen ebenfalls im mehrtägigen Abendprogramm.


NPD-Kader und Veranstalter Thorsten Heise feiert zugleich seinen Geburtstag am 23.06., weshalb von einem größeren Event auszugehen ist, als ohnehin.

Ein Mix aus Blood&Honour-Bands, Kampfsport und Politik, getarnt als polit. Versammlung. Das ist in Ostritz nichts neues, wenn die bisherigen Schild und Schwert-Festivals betrachtet werden. Die Festivalwerbung und der Ticketverkauf werden i.d.R. über Heises WB-Versand abgewickelt. Heise hat bis heute Verbindungen zu Blood&Honour und gilt als eine der Führungsfiguren in Deutschland.

Zu Blood&Honour international gibt es einen umfangreichen Recherche-Artikel von Exif Recherche aus dem Juni 2018:

15.12.2018 14:00 Uhr Neumünster Rathaus: Demonstration „Titanic versenken – Rote Karte für Horst Micheel!“

Demonstration

Titanic versenken – Rote Karte für Horst Micheel!

SAMSTAG, 15. DEZEMBER 18 – 14.00 UHR – RATHAUS NEUMÜNSTER

In den vergangenen Wochen hat die Kampagne „Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen!“ mit verschiedenen Aktionen darauf hingewiesen, dass die Kneipe „Titanic“ in der Wippendorfstraße in Neumünster nach der Schließung des „Club 88″ mehr und mehr zum zentralen Treffpunkt der Naziszene in Schleswig-Holstein geworden ist. Schon vor mehr als zehn Jahren gingen von hier Jagden auf Menschen aus, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, es gab damals sowie in den Folgejahren immer wieder Übergriffe auf die Moschee oder das alternative Jugendzentrum AJZ. Vor allem auch die Nazirocker der Bandidos frequentierten die Kneipe häufig, ihr Unterstützerverein Contras, dem auch der Sohn von Horst Micheel angehörte, feierte hier sein einjähriges Bestehen, regelmäßig kam es in oder vor der „Titanic“ zu Schlägereien oder Messerstechereien zwischen verfeindeten Rockergruppen. Die Lage spitzte sich so zu, dass u.a. der Bereich um die „Titanic“ zum Gefahrengebiet erklärt wurde. Parallel bot die Partei schon damals der extrem rechten NPD ein Zuhause, neben Landesvorstandstreffen gab es hier aber auch regelmäßig Rechtsrockkonzerte mit menschenverachtenden Texten. Im Kommunalwahlkampf 2018 spielte die Kneipe in der Wippendorfstraße dann endgültig die zentrale Rolle: Hier fanden sowohl das Vortreffen der Kandidat*innen als auch der Wahlkampfauftakt, zu dem der mehrfach vorbestrafte NSU-Unterstützer Thorsten Heise als Redner eingeladen wurde, und die Wahlparty statt. Hier laufen die Stränge von Reichsbürgern, extrem rechter Parteipolitik, Kameradschaftszene und rechtsterroristischem Umfeld zusammen, die Kneipe schafft es aber dennoch immer wieder, einen unpolitischen Charakter vorzugaukeln. Mit Dartturnieren, WM-Übertragungen oder Discoabenden, für die jeweils mit bunten Plakaten geworben wird, will aber Horst Micheel, der inzwischen für die NPD in der Ratsversammlung sitzt, nicht nur von seinen Naziumtrieben ablenken, sondern auch Menschen am Stammtisch agitieren und an die Partei und die Naziszene heranführen.

Die antifaschistische Kampagne „Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen“, die von mehr als 100 Gruppen und vielen Einzelpersonen unterstützt wird, versucht eben diesen braunen Sumpf trockenlegen. Die Menschen wieder für die extrem rechten Umtriebe der „Titanic“ zu sensibilisieren, um es den Nazis schwer zu machen, als Wolf im Schafspelz Wähler*innenstimmen zu fischen, ist in den vergangenen Wochen teilweise bereits gelungen: Am Rande der aufsehenerregenden Aktionen wurde viele Flugblätter verteilt und Gespräche geführt, die Lokalpresse berichtete mehrfach. Erst recht nach den Erfahrungen der NSU-Mordserie und Pogromen wie in Chemnitz wollen wir aber unserer Forderung, Nazikneipen dichtzumachen und insbesondere die „Titanic“ zu „versenken“, Nachdruck verleihen. Wir laden die Einwohner*innen und Besucher*innen der Stadt dazu ein, sich in Zeiten des Rechtsrucks und neu auflodernder rechter Pogrome klar für ein solidarisches Miteinander und gegen ein rassistisches, nationalistisches und antisemitisches Weltbild auszusprechen und der „Titanic“ als dem zentralen Ort neonazistischer Aktivitäten in Schleswig-Holstein die rote Karte zu zeigen.

Kommt am Samstag, den 15.12.2018, ab 14 Uhr zur Demonstration durch die Innenstadt. Es wird kurze Redebeiträge der Kampagne, der Türkischen Gemeinde, des ver.di-Ortsvereins, des Bündnis gegen Rechts, des Vereins für Toleranz und Zivilcourage, des Vereins der Verfolgten des Naziregimes, der Ratsfraktion der Linken sowie der Autonomen Antifa Koordination Kiel geben. Wer so etwas rumliegen hat, kann gerne eine rote Karte mitbringen, um sie an passender Stelle Horst Micheel und Co. zu zeigen.

Reist aus Sicherheitsgründen nicht alleine an, sondern sprecht euch mit Freund*innen oder Kolleg*innen ab. Wer nicht ohne Begleitung zu Fuß zum Großflecken kommen möchte, kann zu den Vorabtreffpunkten kommen:

  • Hauptbahnhof (RE aus Hamburg 12:22-13:12, Zustieg in Pinneberg 12:25, Elmshorn 12:47; aus Flensburg RE 12:15, aus Kiel RE 12:27)
  • Südbahnhof (RE/NBE aus Lübeck 12:08-13:24, Zustieg in Bad Oldesloe 12:37, Bad Segeberg 13:03)

Von dort, also aus verschiedenen Winkeln der Stadt, werden wir gemeinsam zum Demoauftakt am Rathaus gehen und unterwegs auch schon ein paar Flugblätter verteilen.

Alle Informationen unter:
http://eisberge.blogsport.eu/

Kampagne „Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen!

Wir teilen und unterstützen den Aufruf der Kampagne „Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen!“

Aufruf

Seit der Schließung des „Club 88“ und der Zusammenlegung der NPD Kreisverbände im KV Mittelholstein mit dem Epizentrum Neumünster entwickelt sich die Nazikneipe „Titanic“ in der Stadt an der Schwale mehr und mehr zum zentralen Treffpunkt der Naziszene in Schleswig-Holstein. Schon vor mehr als zehn Jahren gingen von hier Jagden auf Menschen aus, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, es gab damals sowie in den Folgejahren immer wieder Übergriffe auf die Moschee oder die Aktion Jugendzentrum. Vor allem auch die Nazirocker der Bandidos frequentierten die Kneipe häufig, ihr Unterstützerverein Contras, dem auch der Sohn von Horst Micheel angehörte, feierte hier sein einjähriges Bestehen, regelmäßig kam es in oder vor der Titanic zu Schlägereien oder Messerstechereien zwischen verfeindeten Rockergruppen. Parallel bot die Partei schon damals der extrem rechten NPD ein Zuhause, neben Landesvorstandstreffen gab es hier aber auch regelmäßig Rechtsrockkonzerte mit menschenverachtenden Texten. Im Kommunalwahlkampf 2018 spielte die Kneipe in der Wippendorfstraße dann endgültig die zentrale Rolle: Hier fanden sowohl das Vortreffen der KandidatInnen als auch der Wahlkampfauftakt, zu dem der mehrfach vorbestrafte NSU-Unterstützer Thorsten Heise als Redner eingeladen wurde, und die Wahlparty statt. Hier laufen die Stränge von Reichsbürgern, extrem rechter Parteipolitik, Kameradschaftszene und rechtsterroristischem Umfeld zusammen, die Kneipe schafft es aber dennoch immer wieder, einen unpolitischen Charakter vorzugaukeln. Mit Dartturnieren, WM-Übertragungen oder Discoabenden, für die jeweils mit bunten Plakaten geworben wird, will aber Horst Micheel, der inzwischen für die NPD in der Ratsversammlung sitzt, nicht nur von seinen Naziumtrieben ablenken, sondern auch Menschen am Stammtisch agitieren und an die Partei und die Naziszene heranzuführen.

Die am 20. Oktober 2018 anlaufende antifaschistische Kampagne „Für mehr Eisberge – Titanic versenken“ will eben diesen braunen Sumpf trockenlegen. In der Stadt an der Schwale sollen die Menschen wieder für die extrem rechten Umtriebe der Titanic sensibilisiert werden, um es den Nazis schwer zu machen, als Wolf im Schafspelz Wähler_innenstimmen zu fischen. Wir laden zudem die Einwohner_innen und Besucher_innen der Stadt dazu ein, sich in Zeiten des Rechtsrucks und neu auflodernder rechter Pogrome klar für ein solidarisches Miteinander und gegen ein rassistisches, nationalistisches und antisemitisches Weltbild auszusprechen und der Titanic als dem zentralen Ort neonazistischer Aktivitäten in Schleswig-Holstein die rote Karte zu zeigen. Erst recht nach den Erfahrungen der NSU-Mordserie und Pogromen wie in Chemnitz fordern wir:

Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen!

Weitere Infos unter:

http://eisberge.blogsport.eu/

24 + 25.04.2018 Veranstaltungen gegen Frei.Wild in Kiel

Es ist mal wieder so weit. Frei.Wild treten an diesem Mittwoch erneut in Kiel in der Sparkassenarena auf. Eine Band, die von Kritiker*innen zwischen modernem Rechtsrock, patriotisch-völkischem Deutschrock und der Grauzone verortet werden, gleichzeitig aber von vielen als harmlos verkannt werden.

Daher finden kurz vor dem geplanten und mittlerweile schon 12. Auftritt [wir berichteten] in Schleswig-Holstein zwei Veranstaltungen aufgrund des umstrittenen Frei.Wild-Auftrittes in Kiel statt.

Am 24.04.2018 wird es ab 19.00 Uhr einen Film und Diskussionsabend in der Hansa48 in Kiel geben und am 25.04.2018 geht es auf dem kieler Exerzierplatz mit einer Demonstration weiter.

Ankündigung:
„Was ist das Problem an Frei.Wild? Film und Diskussion”

„Am 25.04 spielt die Band “Frei.Wild” in der Ostseehalle in Kiel. Das nehmen wir zum Anlass mit euch den Film: “Deutsche Popzustände – Eine Geschichte rechter Musik”, anzugucken und anschließend mit Jonas Engelmann (Autor), NN (Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus) und Jessica Kordouni (Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen) zu diskutieren. Moderieren wird Lasse Petersdotter (Mdl, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus).

Wie trägt eine Band wie Frei.Wild und Musik dazu bei, dass rechte Meinungen immer mehr zum Mainstream werden? Mit Liedern über Heimat und Patriotismus wird in der Musik ein positives Bild der Nation geschaffen. Es geht um Idenitätssuche, Heimatliebe, den Umgang mit der Deutschen NS-Vergangenheit. Wie leicht es ist über Musik Vorurteile und Abgrenzung zu verbreiten diskutiert der Film in dem unter anderem auch Jonas Engelmann zu Wort kommt.

Jonas Engelmann schreibt in der Jungle World „Frei.Wild sind der Soundtrack für die Lügenpresse-Schreier, die unverkrampften Patrioten und Geschichtsrelativierer. So klingt die neue Mitte“. Rechtsrock ist ihre Musik allerdings nicht. Sie ist gefährlicher, denn Bands wie Frei.Wild erreichen mit ihrer Musik Hunderttausende, daraus entsteht ein großes Potential der politischen Einflussnahme.

Die Grauzonenmusik bietet auch für Veranstaltungsorte große Hindernisse. Wie wir in Kiel mit Grauzonenmusik umgehen können und wollen, diskutieren Jessica Kordouni, Filmemacherin und Spitzenkandidatin der Grünen Kommunalwahl in Kiel und NN vom Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus von der AWO.
Moderiert wird die Diskussion vom Landtagsabgeordneten Lasse Petersdotter, der in der Grünen Fraktion Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus ist.

Der Film „Deutsche Popzustände – Eine Geschichte rechter Musik“ ist ein Dokumentarfilm der Regisseur*innen Lucia Palacios und Dietmar Post von 2016. Sie zeigen in dem Film die Entwicklung von nationalistischen Gedanken und rechter Einflüsse in die Deutsche Popmusik von den 1970er Jahren bis heute auf und problematisieren die Entwicklung. Der Film wurde für den Grimme Preis 2016 in der Kategorie Information & Kultur/Spezial nominiert.

Veranstalter: Lasse Petersdotter, Das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel (AWO), die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein und Bündnis 90/Die Grünen Kiel.

Außerdem wollen wir euch zur Demonstration gegen den Frei.Wild-Auftritt am Mittwoch dem 25.04 einladen:
https://www.facebook.com/events/1821559194810617/

Link zur Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/152581548766444/

Weiter gehts dann mit vielfältigem Protest auf dem Exerzierplatz/ Schützenwall in Kiel am 25.04.2018 ab 17 Uhr. Organisiert von dem Bündnis „Kein Parkplatz für Nationalismus.”

Aufruf:
„Wir haben keinen Bock auf Frei.Wild in Kiel! Darum bieten wir durch unsere Aktion “Kein (Park)-Platz für Nationalismus” Frei.Wild Fans die einmalige Gelegenheit, bei der langen Parkplatzsuche in der Kieler Innenstadt mal so richtig genau hinzuhören und festzustellen, warum die Songtexte von Frei.Wild völkisch und nationalistisch sind und warum es eine beschissene Idee sein könnte dazu zu feiern – insbesondere in Zeiten, in denen Rassismus und Hass alltäglich sind.

Frei.Wild ist eine Südtiroler “Deutschrock”-Band, die am 25. April in der Kieler Sparkassenarena auftreten wird. Die Texte von
Frei.Wild sind nationalistisch, islamophob und völkisch.

So sorgt Frei.Wild in verschiedenen Liedern dafür, dass islamophobe Ansätze musikalisch vertreten werden. In ihrem Lied “Brixen” beschweren sie sich, dass “Bauten fremder Welten” scheiße wären. In dem Lied “Land der Vollidioten” beanstandet die Südtiroler Gruppe, dass Kreuze aus Respekt vor andersgläubigen Kindern aus Schulen entfernt werden.
Dass die Schule nicht für eine religiöse Bildung stehen sollte, sondern das Religionsfreiheit besonders in staatlichen Institutionen umgesetzt werden muss, wird außer Acht gelassen.
Auch auf dem neuen Album ‘Rivalen und Rebellen’ fallen die allgegenwärtigen martialischen und kriegerischen Texte ins Auge, die sich zudem häufig einer Rhetorik bedienen, die der neuer rechter Gruppierungen um AfD und identitärer Bewegung nahe stehen. So wird zum Beispiel von ‘Gutmenschen’, ‘Einheitsbrei’, ‘Gleichstrom der Medien’, oder ‘System-Marionetten’ gesprochen.
In dem Lied “Geartete Künste hatten wir schon” wird der wachsende Einfluss rechter Bewegungen relativiert, wenn die Band Engagement gegen rechte Tendenzen mit den Worten “es gibt noch mehr als rechtsaußen” kritisiert. Die Texte von Frei.Wild sind bewusst mehrdeutig und geben so Menschen mit rechtsradikaler Gesinnung die Möglichkeit, sie mit ihren Inhalten zu füllen.
Wenn Themen wie Heimat, Patriotismus und Traditionen angesprochen und glorifiziert werden, sind Menschen mit rechtem Hintergrund in der Fanbasis nicht verwunderlich. Dass Frei.Wild sich bewusst als unpolitische, geschichtsunwissende Band gibt, steht damit im starken Kontrast zu einem großen Teil ihrer Fans und ihren Texten.

Insbesondere in Zeiten, in denen rechte Gruppen und Parteien zunehmend Aufwind erfahren und mit der AfD sogar in großer Stärke im Bundestag vertreten sind, bieten die Texte von Frei.Wild den Nährboden für völkisches,
nationalistisches und rechtes Gedankengut. Dem wollen wir uns entgegestellen!”

Unterstützer*innen sind:
Jusos Schleswig-Holstein
dielinke.SDS Kiel
Grüne Jugend Kiel
SJD – Die Falken Schleswig-Holstein
ver.di Jugend Kiel Plön
Juso-Hochschulgruppe Uni Kiel
Linksjugend [‘solid] Schleswig-Holstein
Grober Unfug
AStA Uni Kiel
DGB Jugend Schleswig-Holstein
Autonome Antifa-Koordination Kiel

Mittwoch 25.04.2018 / 17 Uhr Kiel / Exerzierplatz / Schützenwall

Link zur Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/1821559194810617/

Kommt zu den Veranstaltungen, informiert euch und unterstützt den vielseitigen Protest gegen Frei.Wild!

Für uns heißt es, wie schon beim letzen Mal:

Gegen rechtsoffene Tendenzen in der Musikszene!

Für eine starke, aufklärerische und antifaschistische Gegenkultur!

Smash the Greyzone!

KBFN

Bild von: Kein Parkplatz für Nationalismus

13.05.2017 Rechtsrockkonzert in Wahlstedt/ Neumünster mit Kategorie C und Hausverbot

Am 13.05.2017 konnte in Wahlstedt/ Neumünster (SH) ein Neonazi- Konzert mit „Kategorie C” und „Hausverbot” stattfinden. Die Veranstaltung mit den in extrem rechten Kreisen und ihrer Hooliganszene beliebten Bands wurde von dem Bandido MC Northgate in deren Clubheim „Kuddel´s Inn” veranstaltet. Auf der Webseite wurde der Ort noch als Großraum Lübeck beworben. Neben personellen Verbindungen zur „Blood & Honour”- (Musik)szene und der NPD war ebenfalls der Neonazi Jan-Steffen Holthusen vor Ort, der sich immer wieder in der Organisation von rechten (Musik)veranstaltungen in Norddeutschland aktiv beteiligt.

Wir dokumentieren hierzu einen Beitrag von https://linksunten.indymedia.org/de/node/212575

[SH] “Kategorie C” Konzert im Clubhaus der Bandidos

Am vergangenen Samstag, den 13.05.2017, fand im Clubheim des „Bandido MC Northgate”, dem sogenannten „Kuddel’s Inn“ im schleswig-holsteinischen Wahlstedt ein Neonazi-Konzert mit den Bands „Kategorie C“ und „Hausverbot“ statt [1]. Die zuvor im Internet beworbene Veranstaltung entwickelte sich zum Stell-Dich-ein der organisierten Neonaziszene im Norden und offenbarte abermals die Verbindungen in die organisierte Kriminalität, insbesondere ins Rocker-Milieu. So schienen die Räumlichkeiten des „Bandido MCs“ nicht zufällig gewählt. Deren Mitglieder beteiligten sich aktiv an der Ausrichtung des Events, so übernahmen sie die Schleusung anreisender Neonazis und versuchten anwesende Journalist_innen bei der Dokumentation zu behindern.

Anreisende Teilnehmende wurden ab 17 Uhr über zwei Schleusungspunkte an der A21 und der B206 zum Konzert in die kleine Stadt unweit von Bad Segeberg geführt. Nachdem ein Großteil der Neonazis bereits ab 18 Uhr die Räumlichkeiten des sogenannten „Outlaw Motorcyleclubs“ im Wahlstedter Industriegebiet erreichte, erschien die Polizei erst ab 19 Uhr mit Einsatzkräften am Ort des Geschehens. Eine schwer bewaffnete Spezialeinheit der Eutiner Polizei sperrte eine Zufahrt an der Hauptstraße zum Clubheim und führte Vorkontrollen durch, was offensichtlich eher dem Veranstaltungsort als der politischen Ausrichtung der Veranstaltung geschuldet war. Einige der anreisenden Neonazis machten ihre Zugehörigkeit zur organisierten Neonaziszene durch das Verwenden von Szenekürzeln wie „BH“, „C18“ oder „1488“ in ihren Autokennzeichen deutlich. Während die Polizei im Nachhinein von etwa 60 Teilnehmenden sprach, konnten insgesamt wohl über 100 Neonazis und Personen aus dem Rocker-Milieu aus verschiedenen Bundesländern in Wahlstedt zusammenkommen.

Unter ihnen befanden sich bekannte Personen wie beispielsweise der Hamburger Neonazi Thorsten de Vries. Der langjährige Neonazi scheiterte zuletzt mit dem Versuch zum 12.09.2015 in Hamburg eine Hooligan-Demonstration anzumelden. In den letzten Wochen postete er in sozialen Netzwerken wiederholt Bilder mit dem Label „KC Crew Hamburg“. Ein langjähriger Freund von de Vries, Sven Johansson, war ebenfalls Gast der Veranstaltung. Johansson war früher im Umfeld von „Blood & Honour“ organisiert, ist gut mit Stefan Silar aus Tostedt befreundet und mittlerweile bei den Rockern von „Gremium MC“, einem der letzten MCs die sich nicht den „Hells Angels“ oder den „Bandidos“ angeschlossen haben.

Ebenso anwesend waren Neonazis aus den Strukturen des Terrornetzwerks „Combat 18“ (C18) wie Marco Eckert und Lars Bergeest aus Ostholstein, die erst im vergangenen Jahr, zum „Tag der deutschen Zukunft“ in Dortmund gemeinsam mit dem C18-Gründer Will „the Beast“ Browning in Erscheinung traten [2]. Neben Neonazis die sich aus Strukturen von „Blood & Honour“ (B&H) rekrutierten, waren auch Mitglieder der „Hammerskins“ vertreten, wie z.B. der Möllner Thorsten Wolff, welcher regelmäßig das „Thinghaus“ in Grevesmühlen besucht und an die Mecklenburger „Hammerskin“-Struktur angebunden ist [3].

Auch alte NPD Kader wie Mark Michael Proch und Jan Steffen Holthusen nahmen an der Veranstaltung teil. Proch übernahm teilweise auch das Schleusen der Neonazis am Treffpunkt.

Interessant war die Anwesenheit des Neonazis Rene Callesen, einem bekennenden „Hells Angels“ Supporter, der dem Milieu-Laden „Lokalpatriot“ auf der Hamburger Reeperbahn zugeordnet werden kann. Callesen ist eng befreundet mit Thorsten de Vries und Sacha Bothe, einem ehemaligen „Blood & Honour“-Kader aus Niedersachsen, der mittlerweile bei dem größten „Hells Angels“ Supporter Club „Red Devils MC“ in Hannover aktiv ist.

Fraglich ob die „Bandidos“ wussten, dass sie sich mit diesem Rechtsrock-Konzert auch einige Supporter der verfeindeten „Hells Angels“ in ihr Clubhaus holen oder ob in diesem Falle die Nazi-Kameradschaft über der Rockerfeindschaft steht. Die Überschneidungen zwischen Neonazis und Rockern in Schleswig-Holstein sind nicht neu, vielmehr ist das gesamte Chapter „Northgate“ von ehemaligen „Blood & Honour“ Leuten aufgebaut worden [4].

Deutlich wurde auch bei diesem Konzert wieder, dass bei Rechtsrockveranstaltungen die Musik für viele Besucher nur eine untergeordnete Rolle spielt. Besonders stehen hier der Austausch und die Vernetzung zwischen alten und neuen rechten Kadern, militanten Neonazis, sowie der Ausbau der Beziehungen zu Rocker-Strukturen und dem kriminellen Milieu im Vordergrund.

[1] https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/52/bergab-neuer-besetzung
[2] https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/online/combat-18-reloaded
[3] https://linksunten.indymedia.org/de/node/192964
[4] https://www.antifainfoblatt.de/artikel/bandidos-schleswig-holstein-ein-88-club

Siehe auch:

14.05.2017 Bilderstrecke bei recherche-nord: Nazirock im Bandido-MC Clubhaus in Wahlstedt Schleswig-Holstein
15.05.2017 Kieler Nachrichten online: Polizei kontrolliert vor Clubheim
18.05.2017 Stellungnahme der Antifaschistischen Aktion Neumünster und der Antifa Koordination Lübeck: NPD-Ratsherr Proch Hand in Hand mit verbotenem Neonazi-Netzwerk
20.05.2017 SHZ online: Wahlstedt: Neonazi-Konzerte im Rocker-Club

09.04.2016 Kiel Keine Bühne Für Nationalismus – Konzert

Konzert - Flyer

Während der rechtspopulistischen Band Frei.Wild in der Kieler Sparkassenarena ein Konzertauftritt ermöglicht werden soll, stellen wir ein alternatives Kulturangebot zur Verfügung. Die Veranstaltung hat einen antifaschistischen und unkommerziellen Anspruch.

Mit musikalischer Unterstützung durch:

Kollmarlibre (Ska-Punk/ Elmshorn)
Web:www.kollmarlibre.de/
FB: www.facebook.com/kollmarlibre/?fref=ts

Zunder (HC-Punk/ Flensburg)
Web: https://zunder-pank.bandcamp.com/
FB: www.facebook.com/zzzzunder/?fref=ts

Foll Fies (Punkrock/ Kiel)
Web: www.follfies.de/
FB: www.facebook.com/FOLLFIES/?fref=ts

1323 (Punk/ Hamburg)
FB: www.facebook.com/1323Punkrock/

+ Kicker
+ Infotische

Eintritt gegen Spende!

Einlass 19.00 Uhr
Beginn 19.30 Uhr

kbfn.noblogs.org
www.altemeierei.de

Facebook: https://www.facebook.com/events/540444612782184/

11.03.2016 Kiel Informationsveranstaltung: Aufregung um Frei.Wild – Wie Rechts ist der Deutschrock?

Grauzone Deutschrock: Rassistischer Nationalismus oder unpolitische Heimatliebe?

Am 9. April wird die Rockgruppe Frei.Wild in Kiel ein Konzert geben. Frei.Wild ist derzeit die vielleicht erfolgreichste deutschsprachige Rockband. Da sie in dem Ruf steht, rechte Inhalte zu bedienen, wird sie trotzdem nicht im Radio gespielt.
KritikerInnen werfen ihr vor, mit ihren Liedern völkische und andere rechte Weltbilder zu bedienen und damit ein rechtsextremes subkulturelles Milieu zu erreichen. Die Band und ihre Fans werden nicht müde zu betonen, dass sie zwar konservativ, aber nicht rechts eingestellt seien.

Aufregung um Frei.Wild – wie rechts ist der Deutschrock?

Diese Frage steht im Zentrum unserer Veranstaltung mit dem Sozialpädagogen und langjährigen Berater gegen Rechtsextremismus Nils Raupach. Er wird sich dem »Deutschrock« widmen, der aus dem Rechtsrock hervorgegangen ist, und vor allem mit den Böhsen Onkelz und Frei.Wild seit Jahrzehnten enorm beliebt und politisch umstritten ist. Anhand von Liedtexten und Zitaten wird Nils Raupach sich mit den Argumenten und Inhalten der ProtagonistInnen der Deutschrockszene beschäftigen.
Anschließend wollen wir zu einer Diskussion einladen, welche Bedeutung diese Grauzone angesichts der aktuellen Auseinandersetzung um Flucht, Solidarität und Integration heute besitzt und wie eine multikulturelle Gesellschaft mit dem Phänomen umgehen kann.

Wir laden herzlich ein!

In Kooperation mit dem AStA der Universität Kiel und der Landesschülerinnenvertretung der Berufsbildenden Schulen SH

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind gemäß § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes Personen, die rechtsextremen Parteien, den „Freien Kameradschaften“ oder sonstigen rechtsextremen Vereinigungen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Flyer